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Eine der am häufigsten an mich gestellten Fragen ist diese:

"Da gibt es doch eine Frau in Venedig, die Gondel fährt. Kennen Sie die?"

Ja, ich kenne ihn! Es ist Alex Hai und eine der interessantesten Personen, die ich bislang in Venedig kennenlernen durfte.
Wir kennen uns schon lange und aus der Zeit, als Alex noch die erste und einzige Gondoliera in Venedig war.
Inzwischen sind viele Jahre vergangen und Alex ist nicht mehr eine Freundin, sondern einer meiner besten Freunde.

Alex Hai,     
im Hintergrund
die Rialto-brücke

http://www.spiegel.de/panorama/leute/venedig-erste-gondoliera-alex-hai-ist-jetzt-ein-mann-a-1153081.html

Sie wollen mit Alex Gondel fahren?

Leider funktioniert seit einiger Zeit das Kontaktformular auf meinen Seiten nicht mehr. Ich bitte alle Kunden, die es abgesandt haben, um Entschuldigung.
Es gab keine Fehlermeldung, aber die Anfragen sind nicht bei mir angekommen, der Telekom sei Dank!
Bitte senden Sie Ihre Anfragen an: ute.mathews@gmx.de

Dass Alex Deutscher ist, merkt man auf den ersten und zweiten Blick nicht. Mit einem eher südländischen Aussehen und einem Italienisch in der üblichen Geschwindigkeit, kommt der Verdacht nicht auf.

Sich gegen die Ober-Machos in Venedig durchsetzen zu können, bedeutete, dass man Mut, einen starken Willen und Ausdauer haben muss. Das alles hat Alex nun einmal mehr bewiesen, indem sie nun offiziell zu dem geworden ist, was sie schon immer war: Zu einem Mann.

Alex

Ich verrate Ihnen, wie das klappen könnte. Bitte fragen Sie hier, ob eine Gondelfahrt mit Alex möglich ist: ute.mathews@gmx.de

Eine Gondelfahrt mit Alex Hai für zwei Personen (mehr Personen auf Anfrage) kostet ab 120 Euro und dauert ca. eine Stunde. Die Tour mit Alex und Pegasus (Name der Gondel) geht durch ruhige Kanäle, aber auch streckenweise über den Canal Grande und ist eigentlich einem kleinen Kreis von Hotelgästen vorbehalten. Aber es gibt Ausnahmen....
Ich leite Ihre Anfragen an Alex weiter und Sie bekommen direkt eine Antwort und einen Preis.

Zum Vergleich: Die Herren, z.B. im Bacino Orseolo, nehmen 80 Euro für 35-40 Minuten und fahren die übliche Runde.

Alex auf dem Canal Grande, im Hintergrund die Salute-Kirche





Eine Gondelfahrt ist wundervoll. Sie sehen mehr Details von Venedig, als wenn sie durch die Stadt laufen. Sie haben eine andere Perspektive, gleiten lautlos über das Wasser und sind für eine Stunde in einer anderen Welt!

Alex in einem der kleineren Kanäle


Ein preisgekrönter Bericht einer 15-jährigen über Alex Hai:

Von Katharina Fuchs
Ein Hai in venezianischen Kanälen? Zwar eine äußerste Seltenheit, doch in einer Stadt, die mitten im Meer liegt, muss man mit allem rechnen. Ein echtes Problem stellt genannter Hai für manche Venezianer jedoch dar, weil es sich um ein weibliches Exemplar seiner Gattung handelt, das auch noch in einer der berühmten Gondeln die Stadt unsicher macht. Die allgegenwärtigen „Gondola, Gondola!“-Rufe der Männer, die diese Boote lenken, verstummt in unheimlicher Totenstille angesichts der überall schwer in der salzigen Luft hängenden Bedrohung? Entwarnung an dieser Stelle für alle, die ihren Urlaub in der Lagunenstadt schon von blutigen Massakern im Stile von „Der weiße Hai“ bedroht sahen: Natürlich herrscht in Venedig kein Hai-Alarm, zumindest kein solcher, der etwas mit einem Fisch zu tun hätte. In jedem Gerücht steckt allerdings ein wahrer Kern, weiblich ist der Hai, um den es hier gehen soll tatsächlich, und er benutzt auch wirklich eine Gondel, um die vielen Gässchen in der venezianischen Wasserstraßenlandschaft zu durchkreuzen. Die Rede ist jedoch nicht von einem der reißzähnigen „Schrecken der Meere“, sondern von Alexandra Hai, der ersten Gondoliera Venedigs. Das ist insofern etwas ganz Besonderes, als das traditionsreiche Handwerk des Gondoliere seit jeher ein Männerberuf ist, vergleichbar vielleicht mit dem des Kfz-Mechatronikers. Der Unterschied hier ist jedoch, dass der Beruf des Gondoliere bis vor nicht allzu langer Zeit von Gleichberechtigung, Emanzipation, Frauenquoten und ähnlichen Dingen vollkommen unberührt blieb und nicht, wie der Beruf des Kfz- Mechatronikers, auch von einem wachsenden Prozentsatz Frauen ausgeübt wird – doch dann kam Alexandra Hai. Die Dame mit den dunklen, kurzen Locken grinst verschmitzt unter dem zu ihrer Tracht gehörenden Hut hervor, sie macht zwar nicht viel Aufhebens und noch weniger Worte darum, doch man merkt ihr an: sie ist glücklich, ihre Arbeit als private Gondeliera für Besucher eines venezianischen Hotels gefällt ihr sehr, sie liebt es, die Kultur Venedigs zu erhalten und zu vermitteln, wie sie selbst sagt, „die magische Perspektive, das Unvergessliche“. Man merkt ihr die Liebe zu dieser unheimlich facettenreichen Umgebung deutlich an, wenn es etwas gibt, worüber Alexandra Hai gern einmal ins Schwärmen gerät, so ist es ganz klar die Stadt im Wasser. Auf die Frage, wie sie selbst Venedig sehe, antwortet sie beinahe schon literarisch: „Das hängt ganz vom jeweiligen Tag ab, manchmal zerbrechlich, manchmal wie eine verwöhnte Kurtisane... Venedig hat viele Gesichter und noch mehr Masken.“ Schon als kleines Kind wollte sie Kapitän werden, erzählt Alex, wie sie sich selbst nennt. Auf die Idee, Gondoliera zu werden, brachte sie laut eigener Aussage jedoch zu viel Sekt. Generell hat es den Anschein, als ob viele schwerwiegende Entscheidungen in ihrem Leben von zu viel Sekt herrührten, auch ihren heutigen Arbeitsplatz bei einem venezianischen Hotel verdankt sie dem Zufall – und einer Prosecco-Party. Alexandra Hai wirkt nicht wie eine Person, die sich zu viele Gedanken oder Sorgen macht, sie strahlt eine bewundernswerte Ruhe und Unbekümmertheit aus, obwohl sie es wahrlich nicht immer einfach hatte in ihrem Job. Das Metier der Gondolieri hat in Venedig eine uralte Tradition, noch bis ins 19. Jahrhundert hinein hatten viele Haushalte ihren eigenen „Chauffeur“, der sie mit der Gondel durch die Wasserstraßen Venedigs manövrierte. Seit die Touristen die Stadt im Meer jedoch für sich entdeckt haben, bieten die meisten Gondoliere ihre Dienste nicht mehr privat, als sogenannte „Gondolieri de Casada“, sondern öffentlich an, da dies schlicht mehr Geld bringt ist es den Herren der Schöpfung, die dieses Monopol bisher fest in der Hand hatten, natürlich eher unrecht, wenn ihnen selbiges streitig gemacht wird. So kommt es auch, dass ihre Konkurrentin Alexandra sich des öfteren Steine aus dem Weg räumen musste , die Erlaubnis, privat Fahrgäste mit ihrer Gondel namens „Pegaso“ zu befördern, musste sich Hai gar vor Gericht erstreiten. Paradox eigentlich, dass in einem Beruf, der über die Jahre so durch und durch öffentlich geworden ist, die erste weibliche Mitbewerberin augenscheinlich genau diese Evolution der Gondolieri noch einmal durchlaufen muss. Dabei kam Alexandra Hai überhaupt nicht mit der Absicht nach Venedig, die Gallionsfigur der Eroberung der Männerdomäne Gondelführer zu werden oder irgendjemandem irgendetwas streitig zu machen, dieser Eindruck wurde einzig und allein durch voreilige und hochstilisierte Berichterstattung vor Ort erweckt – umso bewundernswerter die offene Art, mit der Alex mit Journalisten spricht, waren es doch genau diese, die die venezianischen Gondolieri von Anfang an gegen sie aufbrachten. „Ich dachte nicht, dass es ein großes Problem sein könnte“, erklärt Alex, wenn sie gefragt wird, was sie denn anfangs von ihrem Einstieg in ein von Männern dominiertes Berufsfeld erwartete. Entgegen dieser Erwartung gab es jedoch bekanntlich einige Probleme. Das kleinste hierbei war für Alexandra Hai, bis auf das tatsächliche Erhalten einer Lizenz, das Absolvieren der dreivierteljährigen internen Ausbildung zum Gondoliere. Im Zuge dieser Ausbildung werden die Navigationsregeln, Wasserwege, Venedigs Geschichte, Kunst , Architektur, mindestens eine Fremdsprache und natürlich Gondelfahren gelehrt. „Dieses Lernen findet auf einer individuellen Basis statt, das heißt, es werden einem die Grundzüge beigebracht die man dann selber verfeinern sollte“, berichtet Alex. Das hat sie auch geschafft, dirigiert heute ihre Gondel absolut professionell durch die Kanäle Venedigs – genau wie ihre männlichen Kollegen. Deren teils immer noch ablehnende Haltung ihr gegenüber findet sie „sehr bedauernswert“, bemüht sich jedoch selbst unermüdlich um mehr Akzeptanz und Respekt. Wenn man sie fragt, wofür sie in ihrem Beruf am meisten kämpfe, so antwortet sie mit dem allgegenwärtigen, fast schon magischen Schlüsselwort: „Gleichberechtigung“. „Alles ist schwieriger für Mädchen, je mehr Informationen sie im Voraus filtern können, desto besser.“ Alexandra Hai mag kein Mensch großer Worte sein, doch indem sie tagtäglich mit ihrer Gondel auf Venedigs Wasserstraßen kreuzt, leistet sie einen wichtigen Beitrag zur weiblichen Emanzipation. Sie nennt sich Alex statt Alexandra - und das zielt auf eine Sache ab: „Unisex, Gleichberechtigung, eine bessere Zukunft“, so erhofft es sich die erste Gondoliera Venedigs.